Geschrieben von am 24 Februar 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Im letzten Beitrag ging es darum, dass guter Content für Webseiten immer wichtiger wird, um im Netz gefunden zu werden. Bleibt die Frage, wie man zu gutem Content kommt. Diese versuche ich mit diesem Blogbeitrag zu beantworten. Ergänzungen im Kommentar sind ausdrücklich erwünscht!
 

Probleme mit dem Content

Jedes Unternehmen hat Themen, die es inhaltlich besetzen kann. Es braucht „nur“ jemanden, der sie herauspickt und bearbeitet. Genau daran scheitert es oft, teilweise aus unvermeidlicher Betriebsblindheit und weil das Texten zusätzliche Arbeit bedeutet. Außerdem erfordert das Texten sowohl Routine als auch Ruhe. Die Routine stellt sich ein, wenn man einige Dinge beachtet, die ich Ihnen hier vorschlagen möchte. Die Ruhe müssen Sie sich selbst organisieren.
 
Am besten ist es, wenn mehrere Mitarbeiter möglichst aus verschiedenen Abteilungen für die Unternehmens-Webseite schreiben. Sie sollten das jedoch freiwillig tun. Nichts erstickt die Motivation mehr als Zwang. Einzelunternehmer sollten sich genau überlegen, wie oft sie es realistisch schaffen können, einen Text zu veröffentlichen. Es ist auch möglich, eine Agentur zu beauftragen. Jedoch benötigt diese ebenfalls konkrete Vorgaben, zu welchen Inhalten und mit welchem Ziel Texte erstellt werden sollen. Also heißt es: Themen finden und daraus einen Redaktionsplan erstellen!

 

Ein Beispiel

Ein schönes Beispiel eines mittelständischen Unternehmens, das mit gutem Content Kunden anlockt, sind „Die Möbelmacher“ aus Franken. Sie haben sich auf nachhaltig hergestellte Massivholzmöbel spezialisiert. Dank der Online-Aktivitäten ist das Unternehmen inzwischen über die bayerischen Landesgrenzen hinaus bekannt. Da Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema für das Unternehmen ist, heißt das Unternehmensblog „Nachhaltigkeitsblog“.
Seit März 2005 wird dort geschrieben. Themen sind Auszeichnungen, Messebesuche, Ortstermine aber auch Inhalte, die den Kunden nutzen, z.B. wie man einen alten Massivholztisch wieder wie neu aussehen lässt – das Ganze mit Bildergalerie.
 

Themen finden

  • Regelmäßig aufschreiben: Mit welchen Fragen wenden sich Kunden an Sie? (Mail, Telefon, Gespräch)
  • Google Trends fragen: Mit welchen Such-Phrasen suchen Nutzer? Diese Funktion ist ohne Anmeldung nutzbar.
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    Google Trends: Beispiel

     

  • Google Suggest: Was sind aktuelle Suchphrasen zum Thema?
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    Beispiel für Google Suggest
     

  • Webseiten-Statistik: Mit welchen Suchbegriffen finden Nutzer die Webseite?
  • Überlegen Sie sich zu Keywords weiterführende Fragestellungen wie:
    Massivholzmöbel: Material, Herstellung, Verarbeitung, Einzelanfertigung, Haltbarkeit, Pflege, Finanzierung…
  • Gewöhnen Sie sich an, Themen zu notieren, die Ihnen im Alltag auffallen. Nutzen Sie dazu auch Ihr Smartphone.

 

Einen Redaktionsplan anfertigen

Sammeln Sie alle Themen und sortieren Sie sie dann sinnvoll:

  • Gibt es übergeordnete Themen und lohnt sich dafür das Festlegen einer Kategorie?
  • Lassen sich Serien erstellen, mit den Sie Leser binden können?
  • Gibt es Bezüge zu Jahreszeiten, Festtagen oder anderen Ereignissen?
  • Wann wollen Sie welches Thema bearbeiten?
  • Halten Sie alles in einem Zeitplan fest, der allen Mitschreibenden zugänglich ist, beispielsweise über dropbox, EVERNOTE oder Google drive.
  • Aktualisieren Sie den Plan regelmäßig.
  • Notieren Sie dort laufend Ideen.

Themen bearbeiten

  • Entwickeln Sie Routinen:
  • Wann können Sie am besten schreiben?
  • Wann passt es am besten in ihren Zeitplan?
  • Nehmen Sie sich regelmäßig 30 bis 60 Minuten Zeit für die Bearbeitung.
  • Notieren Sie sich in Stichworten, welche Inhalte in den Text müssen.
  • Sortieren Sie diese Inhalte so, dass sie einen guten Lesefluss ergeben.
  • Versuchen Sie, möglichst einfach und verständlich zu formulieren.
  • Gliedern Sie den Text in Absätze, finden Sie Zwischenüberschriften mit Keywords.
  • Lassen Sie von Kollegen den Text auf Fehler gegenlesen.
  • Finden Sie ein möglichst aussagekräftiges Bild.

 
Achten Sie darauf, dass Sie mögliche Urheberrechte nicht verletzen. Dazu können Sie sich die Präsentation auf slideshare von Rechtsanwalt Sebastian Dramburg ansehen, der dazu in der medien-sprechstunde gesprochen hat.
 
Natürlich ist Content mehr als Text. Mehr dazu lesen Sie in meinem nächsten Blogbeitrag.