Geschrieben von am 10 Juni 2013 in Allgemein | Keine Kommentare

Ich bin die Fragerin. Das scheint mein Schicksal zu sein. Ich stelle ständig Fragen. Ich stelle gern Fragen. Jedoch ist Fragen stellen nicht leicht. Früher habe ich meine Fragen lieber für mich behalten, aus Angst, etwas Dummes zu fragen.Heute geht mir das gelegentlich auch noch so, besonders in größeren Runden, vor Publikum. Hier fragen meistens Leute nicht um der Frage willen, sondern zur Selbstdarstellung.

Manchmal werde ich gefragt, wofür PR eigentlich steht. Deshalb hier in aller Kürze: Es steht für Public Relations und meint die Beziehungspflege zu den verschiedenen Öffentlichkeiten sowie den gezielten Aufbau des guten Rufs.

Meistens jedoch frage ich. Durch gezieltes Fragen geschieht Folgendes: Es ermöglicht eine andere Sichtweise, Dinge ordnen sich, andere oder neue Prioritäten entstehen, Strukturen werden sichtbar.

Als PR-Beraterin bin ich eine kritische Begleiterin, jemand, der einen Spiegel vorhält. Dafür muss ich fragen. Manche Kunden fühlen sich von den Fragen belästigt. Es kostet Zeit, die Fragen zu beantworten und es ist nicht leicht über sich selbst nachzudenken. Viele meinen, ähnliche Fragen schon mehrfach beantwortet zu haben. Ich spüre ihre Ungeduld. Doch nichts geht einfach so, schon gar nicht, den guten Ruf zu wahren.

Es lohnt sich, noch einmal genauer hinzusehen und nachzudenken. Das kostet Zeit. Man muss sich darauf konzentrieren. Man bleibt dann nicht an der Oberfläche. Es zeichnen sich Details ab, durch die man für andere unterscheidbar und interessanter wird.

Meistens frage ich also beruflich: meine Kunden, für meine Kunden und für Texte. Und es macht mir Spass. Es befriedigt ein wenig meine Neugier. Es ist der Anfang von einem Gespräch. Oft sind die Antworten überraschend und erfreulich anders als erwartet. Dann muss ich anders oder mehr fragen. Durch Fragen entstehen die meisten Blogbeiträge für die startbox Unternehmensberatung und für die medien-sprechstunde.

Letztlich verstehe ich so meinen Job, durch fragen die Kunden auf die Zielgerade zusetzen, Dinge, die sie wissen, professionell zu sortieren. Das ist eine Form der Begleitung, des Coachings, nennen wir es PR-Coaching. Wir reden darüber, wie Kunden in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden wollen und wie man das am besten beeinflussen kann. Wozu das gut ist? Ganz einfach: In der Flut an Informationen entscheiden wir meist nach Bauchgefühl. Was sich gut anfühlt, passt! Hier unterscheidbar zu sein, ist das Ziel.

Also, freuen Sie sich auf meine Fragen für Ihren guten Ruf!