Geschrieben von am 26 März 2014 in Allgemein | Keine Kommentare

Im letzten Blogbeitrag habe ich darüber geschrieben, wie man Themen für Content finden kann. In diesem Beitrag soll es darum gehen, was Content außer Text alles sein kann. Die gute Nachricht ist: Das Internet bietet viele Möglichkeiten. Die schlechte lautet: Egal welche Art von Inhalt Sie erstellen, Sie brauchen dafür Zeit und eventuell auch Geld. Denn schließlich soll das Ergebnis Ihrem guten Ruf nutzen und nicht schaden. Stellen Sie deshalb keine Inhalte ein, bei denen Sie ein schlechtes Bauchgefühl haben und die Sie doch nur einstellen, um das „Content-Monster“ zu füttern!
 

Mahlzeiten für das „Content-Monster“

 
Füttern Sie es nicht nur mit Texten! Es gibt so viele Möglichkeiten, 12 stelle ich Ihnen hier vor:

  • Abstimmungen & Umfragen
    Binden Sie Ihre Leser mit in Entscheidungsprozesse ein und lassen Sie sie abstimmen. Ein nützliches Tool dafür ist tricider oder starten Sie Umfragen, damit Sie Nutzerbedürfnisse besser kennenlernen, z.B. mit SurveyMonkey.
  •  

  • Audiobeiträge und -podcasts
    sind ein großartiges Mittel, um interessierte Nutzer auf eine sehr persönliche Art und Weise anzusprechen. Erfolgreiche Blogprojekte mit Podcasts sind zendepot oder Français Authentique. Tipps und Unterstützung, wie man damit anfängt, gibt es bei Brigitte Hagedorn von der Werkstatt für audio:beiträge.
  •  

  • Audioslidehows
    Ich liebe diese von Hairdresser on Fire. Als Betrachter kann man sich die Fotos in Ruhe ansehen und für die Protagonisten war diese Variante sicher angenehmer als gefilmt zu werden.
  •  

  • E-Books
    Wenn Sie etwas zu sagen haben, prima, dann tun sie es! Aber bitte in einem schönen Format. Wir haben bei der startbox Unternehmensberatung die Porträts über unsere Lieblingsgründer von 2013 in einem E-Book zusammengefasst und bieten das kostenfrei zum Download auf der Startseite an.
  •  

  • Die Einbettung
    von Filmen von Youtube und Präsentationen von Slideshare ist praktisch, aber nach deutschem Datenschutzrecht bedenklich, wie dieser Text von NOEO gut erklärt.
  •  

  • Filme & Videopodcasts
    sind im Netz sehr beliebt, weshalb wir auch ab und an mal ein Filmchen erstellen lassen, hier von Holger Niederberger für die medien-sprechstunde. Diese Variante ist eindeutig aufwändiger.
  •  

  • Fotos
    Fotos nur mit einer Bildunterschrift können schon ein Beitrag auf der Webseite sein, z.B. ein Vorher-Nachher-Bild einer Zimmerumgestaltung oder eine Bildanleitung zu einem Do-it-yourself-Projekt. Sie unterstreichen auch das, was im Text steht und lockern ihn auf – wie hier die kleinen Monster. Beachten Sie dabei das Urheberrecht. Fotografien Sie also selbst oder kaufen Sie Bildrechte, um die Fotos auf der Webseite verwenden zu dürfen. Die Bildagentur Getty Images hat kürzlich für Blogger ihre Bilddatenbanken geöffnet, wie heise.de berichtete. Aber Vorsicht, hierfür gilt auch der Text, der unter Einbettung verlinkt ist.
  •  

  • Grafiken
    können manchmal Dinge besser illustrieren als ein Foto. Okay, nicht jede/r ist Grafiker. Kostenlose Grafiktools sind z.B. Piktochart oder easel.ly. Andere Blogger nutzen Apps und zeichnen selbst wie Irene Waltz-Oppertshäuser für einige ihrer Beiträge.
  •  

  • Posts von sozialen Netzwerken
    wie Facebook und Twitter haben einen eigenen Link und auch die können als Inhalte auf einer Webseite zu Illustrationszwecken eingebettet genutzt werden, z.B. dieser Tweet von mir auf Twitter kann als Link abgerufen und als Code eingebunden werden:

  • Screenshots
    eignen sich durchaus, um etwas zu illustrieren, so wie ich es in dem letzten Beitrag für Google Suggest eingefügt habe. Vorsicht, auch hier gilt es, das Urheberrecht zu beachten!
  •  

  • Screencasts
    sind eigentlich wie eine Audioslideshow. Ich würde nur den Unterschied machen, dass die Screencasts mehr auf die Inhaltsvermittlung abzielen wie hier in dem Beispiel von Annette Schwindt, die so die Struktur von Facebook erklärt.
  •  

  • Tragen Sie regelmäßig Ihre Termine ein. Bei mir finden Sie die beispielsweise auf der Startseite rechts. Dadurch bieten Sie den Besuchern Ihrer Seite immer etwas Aktuelles.

 

Content ist für die Leser da

 
Natürlich erstellen Sie nicht Content für irgendwen sondern für Ihre Leser. Wissen Sie, wer Ihre Leser sind? Nein? Dann nutzen Sie Google Analytics, vergessen Sie aber nicht die Datenschutzhinweise auf der Webseite unterzubringen!

Guter Content dient dazu, Sie für bestimmten Themen in Suchmaschinen besser auffindbar zu machen. Das gilt sowohl für die interessierte Öffentlichkeit als auch für recherchierende Journalisten. Das Nachrichtenportal news aktuell hat jetzt bundesweit mehr als 2000 Journalisten nach ihren Recherche-Gewohnheiten befragt. Bei der Frage, welche Quellen sie vor allem bei ihrer Recherche nutzen, kamen Suchmaschinen an 1., die Unternehmens-Webseiten an 4. Stelle. Nehmen Sie sich also Zeit, Ihre Webseite gut zu bestücken und den Inhalt für Suchmaschinen zu optimieren.
 

Content für soziale Netzwerke

 
Die Befragung der Journalisten ergab ebenfalls, dass sie gern auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Youtube recherchieren. Gleichfalls bringen soziale Netzwerke, allen voran Facebook, vielen Webseitenbetreiber zusätzliche Besucher. Das heißt also, es kann nicht schaden, wenn Sie Ihre Inhalte dort teilen.

Sollten Sie immer den gleichen Text für die verschiedenen Netzwerke nutzen? Natürlich nicht! Denn die Netzwerke unterscheiden sich in ihrer Art und die Ansprüche der Nutzer sind verschieden. Bei Youtube können Sie nur Filmformate hochladen. Bei Twitter haben Sie maximal 140 Zeichen Platz und Facebook ist ein Freunde-Netzwerk, auf dem am besten alltagstaugliche Posts in umgangssprachlichem Ton ankommen. Den Content von Ihrer Webseite werden Sie also inhaltlich angepasst an den Umgebungston des jeweiligen sozialen Netzwerkes einstellen.
 

Content für alle sozialen Netzwerke?

 
Welche sozialen Netzwerke kommen dafür infrage, um seinen Content zu teilen? Das hängt stark davon ab, wen Sie erreichen möchten. Sind Ihre Nutzer auf Facebook aktiv oder eher auf XING? Wollen Sie Businesskunden oder Privatleute erreichen? Suchen Sie Ihre Nutzer lokal, national oder gar international?

Welches Netzwerk/Format passt, hängt von Ihren Zielen ab. Dann heißt es ausprobieren. Björn Tantau argumentiert in einem aktuellen Blogbeitrag, dass ein soziales Netzwerk nicht genug sei und stellt die 21 wichtigsten weltweit vor, darunter 2 chinesische…

Im nächsten Blogbeitrag werde ich mich damit beschäftigen, wie man ein passendes soziales Netzwerk finden kann.