Geschrieben von am 14 Januar 2015 in Allgemein | Keine Kommentare

Blogparaden weiß ich inzwischen zu schätzen. Sehr spannend ist der Input von verschiedenen Akteuren. Das gibt mir immer wieder neue Impulse zum Nachdenken und es ist eine hervorragende Gelegenheit, sein Netzwerk gezielt zu erweitern. Deshalb bin ich gern wieder dabei, wenn es beim PR-Blogger heißt: Blogparade zu Content Marketing und Corporate Blogs 2015 #cmcb15. Es ist außerdem eine gute Ergänzung zu den Blogbeiträgen, die ich 2014 zum Thema Content bereits veröffentlicht habe.

 

Das Blog und die Content-Marketing-Strategie

Ich schreibe an drei Blogs.
… Hier will ich mal Zeit zum Luftholen lassen.

Weil das doch eine Herausforderung ist, versuche ich, die Arbeit für die drei aufeinander abzustimmen. Sie spiegeln im Prinzip wider, was ich und meine Geschäfts- und Kooperationspartner können, was wir machen und wie wir ticken. Sie sollen für mehr Sichtbarkeit und Authentizität sorgen.

Das 1. Blog habe ich 2010 für das Event medien-sprechstunde gestartet, die ich seit fünf Jahren mit Netzwerkpartnern monatlich organisiere. Beim Start waren viel Neugierde dabei und die Lust, die Möglichkeiten des Internets mit Bloggen und allem Pipapo auszuprobieren. Aus diesem Netzwerk entstehen sowohl die Veranstaltungsideen als auch Themen für das Blog.
 


 
Die medien-sprechstunde ist inzwischen eine Veranstaltung der startbox Unternehmensberatung, die ich 2011 mit meiner Geschäftspartnerin Andrea Rochlitz gegründet habe. 2012 kam das Blog für die startbox hinzu. Wir beraten Existenzgründer und junge Unternehmen.
 


 
Erst 2013 folgte das Blog für mondpropaganda, mein eigenes Unternehmen, das ich 2007 gegründet habe. Hier geht es vor allem um PR-Themen und genau darum drehen sich auch die Blog-Posts.
 


 
Die drei Blogs ergänzen sich thematisch und bauen Beiträge teilweise aufeinander auf, bieten weitere Informationen und werden deshalb untereinander verlinkt.
 

Die Ziele der Blogs

Der Fokus liegt bei allen drei Blogs darin, Profil zu zeigen und zu bestimmten Themen im Netz auffindbar zu sein. Der Fokus liegt nicht darauf, Einnahmen durch das Bloggen zu erzielen.
 
Mit dem startbox-Blog, das auch am häufigsten mit neuen Beiträgen bestückt wird, merken wir am deutlichsten, dass wir durch unsere Beiträge für Kunden transparenter werden. Wenn sie anrufen oder eine E-Mail wegen eines Erstgesprächs schicken, sind sie sich schon recht sicher, dass sie eine längerfristige Beratung machen werden. Das Blog führt uns so direkt Kunden zu, mit denen von Anfang an die Chemie stimmt.
 

Vom Nutzen des Bloggens

Die Blogs zwingen mich dazu, mich intensiver mit einem Thema auseinanderzusetzen und es dadurch besser zu verstehen. Später dienen mir die Texte auch als Wissensspeicher. Oft schicke ich nach Gesprächen Kunden und Geschäftspartnern Links von Blog-Beiträgen zu, um das Besprochene ergänzen. Das wird in der Regel als hilfreich und serviceorientiert empfunden und fördert ganz klar eine gute Reputation 🙂
 

Die Blog-Themen

In den Blog-Beiträgen für die medien-sprechstunde geht es immer um Internetthemen, vorrangig stellen sie das nächste Thema der Veranstaltung vor. Die reichen von Medienrecht über SEO, Youtube-Marketing bis hin zum Audio-Podcasten. Wir wollen damit Selbständige, Existenzgründer sowie kleine und mittlere Unternehmen erreichen. Neben den Interviews mit den Referenten gibt es auch Buch-Rezensionen, Grafiken oder auch mal ein Video bzw. einen Audio-Beitrag. Hier veröffentlichen wir nur ein bis zwei neue Posts pro Monat, die häufig sogar von unseren Netzwerkpartnern stammen.

Das startbox-Blog richtet sich vor allem an Existenzgründer und hier bespielen wir alle Themen rund um die Existenzgründung von den Änderungen bei der Einkommens- und Umsatzsteuer 2015 über Vorstellungen von Gründungsprojekten wie den neuen Online-Marktplatz für Bio-Produkte damado bis hin zu unseren Workshops, Buch-Rezensionen, Interviews und Gastbeiträgen. Es gibt zwischen drei und vier neue Beiträge pro Monat.
 


 
Im Blog von mondpropaganda dreht sich wie erwähnt alles um PR-Themen. Im letzten Jahr habe ich eine Serie zum Thema Content unter verschiedenen Gesichtspunkten geschrieben, außerdem mache ich Analysen erfolgreicher Online-Projekte wie zendepot, Buch-Rezensionen (storytelling), Gastbeiträge und auch ein bisschen Spaß mit mrs. mo und ihrer Meckerecke. Für dieses Blog schreibe ich ein bis zwei Beiträge pro Monat. Und manchmal schreibe ich noch Gast-Beiträge wie den für das Blog von textbest.
 
 
mrsmos-meckerecke
 
 
 
 
 

Der Content-Plan

Für alle drei Blogs gibt es einen Content-Plan, der Luft für aktuelle Beiträge lässt.
Er liegt für das startbox-Blog als Datei in der Dropbox. Ansonsten nutze ich wegen der guten Synchronisation Evernote für die Ideensammlung. Ein guter Filter sind für mich die Twitter-Nachrichten aus meinem Netzwerk sowie meine Blog-Sammlung auf Feedly oder auch manche Podcasts wie die von Brigitte Hagedorn oder Markus Cerenak.

Zum Schreiben für die Blogs brauche ich immer Freiraum. Ist es ein Interview, wird der Text recht schnell fertig. Muss ich mich in das Thema einlesen und eigene Schlussfolgerungen ziehen, dauert es länger einen Beitrag fertig zu bekommen. Beispielsweise schiebe ich gerade einen Beitrag zum Thema „Duplicate Content“ vor mir her. Und es gibt einfach Themen, die ihre Zeit brauchen – die will ich ihnen lassen.

 

Die Content-Verteilung

Das Bloggen bietet die Möglichkeit zum Self-Publishing.
– Einerseits beziehen wir andere wie Experten, Kooperationspartner und Gründer mit ein und bieten ihnen eine Plattform.
– Andererseits zeigen wir, mit welchen Themen wir uns auskennen und wo unsere Stärken liegen.

Die Blogs sind jeweils unsere zentralen Plattformen für die Veröffentlichungen. Wir nutzen Newsletter und Social Media Kanäle, um den Inhalt an unsere Zielgruppen zu streuen. Beispielsweise haben wir per RSS-Feed die Blogs mit unseren Profilen bei XING verbunden, so dass es bei jedem neuen Blogpost ein Status-Update im Netzwerk gibt, auf das unsere Kontakte positiv reagieren.

Wir haben Unternehmensseiten bei Google+ und Facebook sowie jeweils einen Twitter-Account. Die medien-sprechstunde unterhält eine eigene Gruppe bei XING, einen Kanal bei slideshare sowie bei Flickr. Das ist viel und wir müssen noch daran arbeiten, wie wir das sinnvoll und mit Unterstützung bearbeiten können. Für mich kann ich sagen, dass ich Twitter am liebsten nutze. Die Informationen, die ich dort erhalte, finde ich relevanter als bei Facebook.

Für die medien-sprechstunde und die startbox gibt es jeweils einen monatlichen Newsletter, in denen wir auf unsere aktuellen Blogposts und unsere Veranstaltungen hinweisen sowie über interessante News von unseren Netzwerkpartnern informieren.
 

Blogs meet Influencer

Eine gute Möglichkeit, Influencer mit einzubeziehen, ist es sie zu einem bestimmten Thema als Experten zu befragen bzw. mit ihnen ein Interview zu führen wie mit Dr. Katharina Suchy zum Thema Gender-Management. Es besteht nicht nur die Chance, guten Inhalt zu bekommen, sondern auch neue Kontakte zu knüpfen und mehr Aufmerksamkeit für das eigene Blog zu bekommen wie zum Beispiel durch unser Porträt der Gründerinnen des Unternehmerinnen-Netzwerkes für Mütter niesolo.
 
 
niesolo
 
 
 
 
 
 
Der Fokus liegt auf gutem Inhalt, das heißt, wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema, hinterfragen, nutzen verschiedene Quellen und versuchen uns ein eigenes Bild zu machen.

 

Blog-Tipps

Bloggen ist persönlich. Das Geschriebene muss echt und ehrlich sein. Alles andere merken die Leser – spätestens beim ersten gemeinsamen Gespräch. Blogs sind das Gegenteil von mit Selbstlob gepolsterten Marketing-Texten.
Außerdem kommt es nicht nur auf den Inhalt sondern auch auf die Gestaltung an. Ein modernes Design, aktuelle Programmierung und Responsivität sind heute Voraussetzungen für ein erfolgreiches Blog. Wenn dann die Geschäftspartnerin Grafik- und Webdesignerin ist, hat man da schon halb gewonnen :- D

Vieles kann man selbst machen, aber die Grundlagen dafür sollte ein Profi legen. Schwierig finde ich es, immer die passenden Bilder zu finden. Bilder sind zur Illustration sehr wichtig. Aber sie sollten auch zum Design, zum Thema, zum Blog passen und nicht zu sehr in der Art voneinander abweichen. Man kann sie selbst machen, einkaufen oder von kostenlosen Anbietern nutzen. Das hat alles seine Haken: gekaufte Bilder kann man schnell einmal woanders wiederfinden und sie wirken oft etwas steril, selbst gemachte sehen manchmal nicht so toll aus und kostenlose Anbieter können ihre Lizenzen ändern. Das Bild für diesen Beitrag ist übrigens ein selbst gemachtes Foto vom letzten Winterspaziergang:
Schneewüste für die Textwüste:)
 

Aussichten für Blogs

Corporate Blogs liefern im besten Fall

  • wertvollen Inhalt, der langfristig im Netz auffindbar ist.
  • Sie sollten einerseits Mittel der Wahl sein, da Suchmaschinen
    immer mehr Wert auf guten Content legen,
  • andererseits bieten Sie Raum für den eigenen Inhalt,
  • bei dem man nicht von den Geschäftsbedingungen
    eines Fremdanbieters abhängig ist.
  • Sie sind zudem eine nicht zu verachtende Möglichkeit, Kunden langfristig zu binden.

Das kann nur erfolgreich sein, wenn Unternehmen bereit sind, nicht mehr nur Marketing-Texte zu veröffentlichen, in denen sie sich selbst loben.
 
Es geht um informative und unterhaltsame Texte für Nutzer.
 
Mit diesen Texten hat man die Chance, durch die wachsende Flut an Informationen zu dringen.
 
Damit das möglich ist, muss es auch eine Veränderung in der Unternehmenskultur geben: Die Scheu davor, über Probleme offen zu sprechen.
 

Diese Frage fehlt: Woher kommt die Motivation?

Ich bin sehr froh, mit Blogs mein eigenes Medium geschaffen zu haben. Ich bin neugierig und lese ständig etwas. Außerdem schreibe ich gern. Ich will mich damit auseinandersetzen und die Dinge besser verstehen. Wenn ich das aufschreibe, helfe ich nicht nur mir damit, sondern liefere auch für andere nützliche Inhalte. Wenn sie ihnen nutzen, reden sie darüber. So entsteht Reputation. Am besten funktioniert das im Austausch mit anderen wie bei dem eigenen Netzwerk medien-sprechstunde und mit meiner Geschäftspartnerin beim startbox-Blog.

Ich stecke viel Zeit in die Blogs. Aber ich denke, dass sich das lohnt:

  • ich lerne
  • werde sichtbarer
  • tue anderen einen Gefallen
  • erhalte Feedback, neue Kontakte und
  • finde – nicht zu vergessen – mit meinen Geschäftspartnern auf angenehme Art und Weise neue Kunden.